Chronik

2014 09 24 chronikEntwicklung der Lebenshilfe Mitte Vest e.V.  (bis 2016 Lebenshilfe Recklinghausen/Herten)


1958
Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe wird gegründet als Zusammenschluss von Eltern mit Kindern, die eine geistige Behinderung haben. Nach Missachtung der Menschen mit geistiger Behinderung im Nationalsozialismus soll nun dafür gekämpft werden, dass sie als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft anerkannt, gefördert und unterstützt werden.

1964
Am 12.05. nimmt die Ortsvereinigung der Lebenshilfe Recklinghausen ihre Tätigkeit auf. Sie will sich auf örtlicher Ebene für die Zielsetzung des Bundesverbandes einsetzen. Unter dem Vorsitz von Gerhard Arlt und ab 1978 von Anton Greiving wendet sich die Lebenshilfe an politische Entscheidungsträger und Behörden zur Verbesserung der Gesetzeslage. Vor Ort sollen bessere Bedingungen für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Sie unterstützt mit Spendengeldern den Caritasverband und das Diakonische Werk bei der Schaffung der notwendigen Einrichtungen wie Tagesbildungsstätte, Frühförderung, Sonderkindergarten, Sonderschule, Werkstatt und Wohnheime. Es werden Freizeitmaßnahmen finanziert und Mitglieder beraten. Durch organisierte Treffen wird der Kontakt der Mitglieder untereinander gefördert.

1979
Lisa Naß wird zur Vorsitzenden gewählt. Gemeinsam mit Wolfgang Enkel und Klaus Bultmann richtet sie die Tätigkeit des Vereins darauf aus, selbst Träger von Angeboten für Menschen mit Behinderung und ihre Familien zu sein. Es wird ein eigenes Wohnheim geplant, in dem die Vorstellungen der Eltern mitgestaltend sind. Der enge Kontakt zum Elternhaus soll nach Möglichkeit erhalten bleiben. Es soll ein Wohnheim werden, in dem auch sehr schwer behinderte Angehörige Aufnahme finden können. Die Lebenshilfe stellt von nun an mit dem „familienunterstützenden Dienst“ betroffenen Familien Zivildienstleistende zur häuslichen Hilfe zur Verfügung. Sie bietet eigene Freizeitkurse an.

1987
Nach schwieriger Vorarbeit und Suche erwirbt die Lebenshilfe das ehemalige Berglehrlingsheim der Ruhrkohle AG am Milchpfad 66 für das geplante Wohnheim. Die Architekten Dreischoff und Maschlanka bauen das Gebäude um. Der stellv. Vorsitzende des Vereins Wolfgang Enkel übernimmt für den Verein die Bauaufsicht und die Abrechnungen.

1988
Lisa Naß stirbt am 10. Oktober. Klaus Bultmann wird Vorsitzender der Lebenshilfe.

1990
Das Wohnheim am Milchpfad wird unter dem Namen „ Lisa-Naß-Haus“ eröffnet. Es bietet Platz für 22 Bewohner.

1991
Klaus Bultmann wird hauptamtlicher Geschäftsführer. Elisabeth Scheben wird zur Vorsitzenden gewählt.

1992
Der Jugendverband der Lebenshilfe wird gegründet. Er organisiert Freizeitkurse und Ferienmaßnahmen für Kinder und Jugendliche.

1994
Im Haus Wickingstraße 10 wird eine Außenwohngruppe für 6 Bewohner eingerichtet.

1995
Die Geschäftsstelle der Lebenshilfe zieht vom Lisa-Nass-Haus zur Hernerstr. 60 um.

1996
In der neuen Wohnform des „Betreuten Wohnens“ beziehen die ersten Klienten eine eigene Wohnung mit stundenweiser Betreuung.

1997
An der Schleusenstraße 7 wird das zweite Wohnheim „ Die Schleuse“ für 36 Bewohner eröffnet. Es ist ein Neubau des  Architekten Jürgen Maschlanka unter der Bauaufsicht von Wolfgang Enkel.

1999
Die Wohnberatungsstelle wird eingerichtet.

2001
Ralf Studzinski-Weichler wird Vorsitzender. Die Außenwohngruppe an der Wickingstr. wird auf 10 Plätze erweitert.

2003
Der ambulante Bereich wird um die heilpädagogische Familienhilfe erweitert.

2004
Für die ambulanten Bereiche wird an der Weißenburgstraße 14 eine zusätzliche Geschäftsstelle eingerichtet. Das Freizeitangebot für Erwachsene wird unter dem Namen „Bildungswerk“ neu organisiert und erweitert. Die Stiftung Lebenshilfe RE/Herten wird gegründet.

2005
Der ambulante Dienst wird um die Vermittlung von Menschen mit geistiger Behinderung in betreute Gastfamilien erweitert.
Die Lebenshilfe stellt Integrationshelfer für behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Schule und am Arbeitsplatz.

2006
Die Lebenshilfe richtet ein Viertelfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft von Menschen mit geistiger Behinderung aus.

2008
Die Wohnstätte an der Strünkedestraße 2 wird eröffnet. Es ist ein Neubau, der Platz für 12 Bewohner bietet. Es wurde vom Architekten Jürgen Maschlanka gebaut. Es ist die dritte Wohnstätte der Lebenshilfe Recklinghausen/Herten.

2009
Die Hauptgeschäftsstelle der Lebenshilfe wird in die größeren Räume Hernerstr. 47 verlegt.

2011
Günter Cimienga wird zum Vorsitzenden, Ursula Otto zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

2012
Geschäftsführer Klaus Bultmann tritt in den Ruhestand. Stefan Wilms Kuballa wird neuer Geschäftsführer.

2014
Erster Spatenstich für das neue "Lisa-Naß-Haus.
Die Lebenshilfe Recklinghausen/Herten feiert ihr 50-jähriges Jubiläum.

2015
Im Dezember wird das neue Lisa-Naß-Haus bezogen. Dieser Neubau war erforderlich, da das alte Gebäude nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach.

2016 
Fusion mit der Lebenshilfe Marl/Haltern. Die Mitgliederversammlung hat sich für den neuen Namen Lebenshilfe Mitte Vest e.V. ausgesprochen.